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Vorsicht bei „Wirkversprechen“  Nicht jedes Mittelchen hilft

Vorsicht bei „Wirkversprechen“ Nicht jedes Mittelchen hilft

Jedes Medikament, das wir deinem Tier verschreiben, ist vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit oder der Europäischen Arzneimittelagentur geprüft und zugelassen. Das dient der Sicherheit deines Tieres. Nicht unter die Zulassungspflicht fallen Nahrungsergänzungsmittel. Hier sind allerdings auch Wirkversprechen nicht erlaubt.

Das Landgericht Trier hat deshalb gerade die Werbung einer Herstellerin von Ergänzungsfuttermitteln für Hunde verboten. Die Hersteller-Firma warb u.a. für ihre pflanzlichen Wurm-Mixe und ein Pulver für Muskulatur. Die Mittel sollten gegen Wurmbefall, Muskelkrämpfe, Rheumatismus, Hüftgelenksdysplasie und Osteoporose helfen. Die Firma belegte die Wirksamkeit aber nicht.

So ist im Internet zum Beispiel ein Produkt zu finden, das zunächst als „Wurmkur“ deklariert ist. Klickt man weiter, steht dort allerdings: „Es (Anmerk.: Das Produkt) ist für Hundehalter geeignet, die ein Ergänzungsprodukt im Bereich Darm- und Fütterungsmanagement suchen… Eine regelmäßige Fütterungsroutine mit geeigneten Ergänzungen kann Teil einer allgemeinen Vorsorgestrategie sein.“

Kritisch sieht die Stiftung Warentest auch einige „Anti-Zeckenmittel“: „Leinöl als Hausmittel gegen Zecken beim Hund hat die Stiftung Warentest schon vor mehr als 20 Jahren entzaubert. Es wirkte nicht – ebenso wie die meisten anderen der Hausmittel, die wir an 14 Hunden getestet hatten. Lediglich Lavendelöl zeigte bei wenigen Hunden eine sehr geringe Wirksamkeit.“

Uns Tierärzten ist es erlaubt, eine eigene Hausapotheke zu führen, die streng kontrolliert wird. Und selbstverständlich sind wir auch mit den Medikamenten und ihren Wirkstoffen vertraut.

Wir beraten gerne individuell, welches Mittel für Ihr Tier das richtige ist und beantworten Ihren Fragen.