Der Herbst gehört zu den Jahreszeiten, in denen es richtig Spaß macht, mit dem Hund aktiv unterwegs zu sein. Leider lauern gerade zu dieser Jahreszeit Parasiten draußen, die viele Halter von Hunden und Katzen nicht kennen: Herbstgrasmilben. Wir informieren – und helfen im Fall der Fälle.
Die Herbstgrasmilbe gehört der Klasse der Spinnentiere an und kann Hunde, Katzen und andere Tiere befallen. Nur die Larve der Herbstgrasmilbe, die auf Wiesen lebt, gehört zu den Parasiten und ernährt sich von Blut und Gewebeflüssigkeit.
Herbstgrasmilben sind für Hunde und Katzen zwar nicht lebensgefährlich, da sie, anders als manche Zecken, keine Krankheiten übertragen. Aber sie verursachen starken Juckreiz und Hautirritationen durch die Bisse. Das kann dazu führen, dass Hund und Katze sich beißen und kratzen, und das kann wiederum Infektionen der Haut verursachen. Man erkennt die orangefarbenen Larven als winzige Pünktchen im Fell. Sie sitzen vor allem an Beinen, Pfoten und Bauch.
Die gute Nachricht: Haben die Larven genügend Nahrung aufgenommen, verlassen sie ihren Wirt. Ein Befall dauert meist nur wenige Tage. Aber Hautreizungen und möglicherweise auch Allergien verschwinden leider nicht mit den Larven.
Bis Oktober sind die Spinnentiere aktiv, bevorzugt an trockenen Tagen. Sind ein Hund oder Katze befallen, helfen entzündungshemmende Salben, kühlende Umschläge und manchmal auch Medikamente gegen den Juckreiz und weitere Symptome, die ihr bei uns bekommt, nachdem wir den Patienten gesehen haben. Anders als beim Befall mit Zecken und Flöhen gibt es keine Präparate, die die Larven zuverlässig daran hindern zuzubeißen.
